ABF:
350 Mitarbeiter, viele Kernsysteme, ein automatisierter Datenfluss

Übersicht

ABF ist ein familiengeführtes Pharmaunternehmen mit Sitz in Fürth. Das Unternehmen betreibt eigene Apotheken, stellt Medikamente unter Reinraumbedingungen her und ist im pharmazeutischen Großhandel aktiv. Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass Patienten und Partner zuverlässig versorgt werden. Ein Geschäft, in dem Datenqualität und Verfügbarkeit unmittelbar geschäftskritisch sind.

Kunde

ABF-Synergie GmbH Branche: Pharmazie & Gesundheitswesen

Services

  • Konzept-Erstellung
  • Projektmanagement
  • Systemintegration und Middleware-Entwicklung
  • Cloud-Infrastruktur und Betrieb

Team

  • 1 Projektleiter
  • 2 Entwickler

Entwickelte Software

  • Zentrale Integrationsplattform mit Workflow-Engine
  • Steribase-API-Adapter

Die Ausgangssituation bei ABF:

Die ABF stand vor der Aufgabe, den über Jahre gewachsenen Datenaustausch zwischen ihren zentralen Systemen zu modernisieren.

Der bestehende Prozess stützt sich auf eine Vielzahl heterogener Schnittstellen sowie manuelle Verarbeitungsschritte, über die Daten zwischen Salesforce (für Vertrieb und Kundendaten) und dem Reinraum-Herstellungssystem Steribase ausgetauscht werden. Beide Systeme sind zudem in separaten Mandantenstrukturen für die Bereiche Apotheke und Pharmazie organisiert.

Zwischen Salesforce und Steribase werden täglich etwa 21.000 Datenflüsse verarbeitet. Der aktuelle Ablauf ist dabei nicht nur aufwendig und zeitintensiv, sondern auch anfällig für Fehler sowie ineffiziente Prozessschritte.

Ziel ist es, diesen End-to-End-Prozess durch eine zentrale, automatisierte Integrationsplattform abzulösen. Diese soll die bestehenden heterogenen Schnittstellen konsolidieren, manuelle Verarbeitungsschritte vollständig reduzieren und einen hochverfügbaren Betrieb für geschäftskritische Prozesse sicherstellen.

Die implementierte Lösung:

Zur effizienten Bewältigung der komplexen Integrationsanforderungen bei ABF wurde ein strukturierter Entwicklungsansatz eingesetzt.

Dieser stellt sicher, dass die Umsetzung innerhalb des definierten Zeit- und Budgetrahmens erfolgt und gleichzeitig ausreichend Flexibilität für iterative Anpassungen und Optimierungen im Projektverlauf besteht.

Zu Projektbeginn wurde ein Kick-off-Workshop durchgeführt, um ein tiefgehendes Verständnis der spezifischen Anforderungen sowie der zugrunde liegenden Problemstellung zu erarbeiten.

In der anschließenden Konzeptphase wurden sämtliche Anforderungen von den funktionalen Spezifikationen bis hin zur technischen Architektur detailliert ausgearbeitet und dokumentiert.

Das Ergebnis ist ein maßgeschneiderter Architektur- und Implementierungsplan für eine Integrationsplattform, die den gesamten Datenaustausch zwischen den Systemen automatisiert, effizient strukturiert und auf die spezifischen Anforderungen von ABF zugeschnitten ist.

Damit wird sichergestellt, dass die Lösung unmittelbar operativen Mehrwert liefert und zugleich eine nachhaltige und zukunftsfähige Basis für weitere Entwicklungen bildet.

Konzeptdokument

Integration und Erweiterung

Die Einführung der neuen Integrationsplattform erfolgte innerhalb des vorgesehenen Zeitplans und Budgets. Vor dem produktiven Start wurden alle relevanten Mitarbeitenden umfassend geschult und während der Inbetriebnahme aktiv unterstützt, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen.

Die Plattform ist vollständig in die bestehende IT-Landschaft eingebettet und integriert die Schnittstellen zu Salesforce sowie Steribase automatisiert in die Prozesse. 

Dadurch entsteht ein durchgängiger und konsistenter Datenaustausch, ohne dass isolierte Systeminseln entstehen.

Das Projekt wird laufend weitergeführt und schrittweise erweitert, um zusätzliche Systeme wie Warenwirtschaft, Logistik, Business Intelligence, DATEV und das Qualitätsmanagement anzubinden.

Das Resultat der Umsetzung

Der Datenaustausch zwischen den zentralen Systemen, insbesondere Salesforce und Steribase, konnte durch die neue Lösung deutlich vereinfacht und beschleunigt werden.

Zusätzlich bieten die implementierten Monitoring-, Logging- und Auditing-Funktionen umfassende Transparenz über die Datenflüsse und ermöglichen Einblicke, die zuvor nicht verfügbar waren.

Der gestaffelte Go-Live, zunächst im Bereich Apotheke und im Anschluss in der Pharmazie, stellte sicher, dass der geschäftskritische Betrieb jederzeit ohne Unterbrechung fortgeführt werden konnte.

Das Digitalisierungsprojekt hat sich mittlerweile als zentrale Basis für sämtliche weiteren Integrationen etabliert und definiert den Standard für zukünftige Vorhaben.

Technik

Die Lösung basiert auf n8n Enterprise als Integrationsplattform und wird auf Azure Kubernetes Service betrieben. Die Architektur nutzt PostgreSQL, Redis, Terraform und Git für Datenhaltung, Infrastrukturautomatisierung und Versionsmanagement sowie REST-basierte Anbindungen an Salesforce und Steribase.

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